Freitag, 22. August 2014

Gelesen #9: Sannah&Ham - Tom Ellen/Lucy Ivison

Bonjour,

heute gibt es mal wieder etwas anderes von mir auf diesem Blog, aber wie ihr wisst, lese ich auch ziemlich gerne, aber ich habe eine Freundin, die ließt noch viel lieber als ich. Solche Freunde brauch man allein schon, weil man immer tolle Bücher zum lesen hat. ;)
Meine persönliche Bücherexpertin Nicole hat mich dann auch direkt mal angeschrieben als sie eine Blogkation auf www.chickenhouse.de entdeckt hat.
Ich, Leseratte die ich bin, habe natürlich gleich ja gesagt und ein paar Tage später war mein Buch dann auch schon da. Dementsprechend gibt es jetzt eine Rezension von mir, die nichts mit Schminke zu tun hat, sondern unter dem Motto "Ein Buch – zwei Perspektiven – zwei Meinungen" läuft, denn ihr könnt auch bei Nicole heute zum Buch "Sannah&Ham" eine Rezension entdecken.



 Titel: Sannah&Ham
 Autor: Tom Ellen/Lucy Ivison
 Verlag: Carlsen/Chickenhouse
 Genre: Jugendroman
 Preis: 14,99
 Seiten: 393










 "Als ich aus der Toilette kam, stand ein Typ dort, der mich
 komisch anschaute. Wahrscheinlich hielt er mich für eine arme  Irre, die sich selber Mut zusprach. Oh Gott, wohlmöglich hatte der Typ durchs Schlüsseloch geguckt. Oder er dachte, dass mir schlecht war und ich die ganze Zeit wie eine Blöde geredet hatte, um nicht kotzen zu müssen. Der Gedanke versetzte mich in Panik. >> Ich hab nicht gekotzt!<<, stieß ich hervor."

  Meine Meinung:

Ich muss direkt loswerden, dass ich allein den Klappentext schon super fand. Am Ende musste ich wirklich Grinsen und das passiert mir noch öfter in diesem Buch. Nebenbei hab ich auch ein paar Mal laut losgelacht und wäre ich in der Bahn gewesen wären mir die Blicke der anderen Menschen sicher gewesen. Damit haben wir also schon einmal etwas das ich super finde: den Humor.

Aber auch etwas zweites lässt sich hier gleich erahnen ich mag den Schreibstil der Autoren sehr gerne. Locker, leicht, jugendlich. Autoren übrigens deshalb, weil ein befreundetes Duo hieran geschrieben hat und nicht etwa eine Person unter zwei Namen. Dadurch kommen auch die beiden Sichtweisen der Protagonisten Hannah und Sam zustande.
Ich persönlich kannte diesen Perspektivwechsel noch nicht so extrem aus anderen Büchern, denn hier wird die Geschichte wirklich aus zwei verschiedenen Rollen erzählt, wobei es eine große Geschichte ist die zusammen gehört. Denn nach ihrem Kennenlernen verlieren sich die Zwei aus den Augen und erleben ihre kleinen und großen Abenteuer bis sie das Schicksal zum Glück doch wieder zusammenführt, so viel sei euch also schon einmal vor weggenommen.

Sprachlich ließt es sich auch sehr flüssig wobei vor allem der Begriff "Feuchtraum" bei mir irgendwie ein Schmunzeln erzeugt hat. Also für mich ist und bleibt das ein Badezimmer, aber nun gut Feuchtraum trifft es ja auch ganz gut. Ansonsten habe ich an dieser Stelle nicht viel zu meckern. Einfache Sätze, die vor allem viel Gedankengut von Hannah und Sam neben der eigentlichen Handlung widerspiegeln.

Zu den Charaktern kann ich festhalten, dass sie alle wirkliche Tiefe besitzen obwohl die Geschichte aus den zwei sehr innerer monlogartig verfassten Perspektiven erzählt wird. Sie besitzen zum Teil sogar so viel Tiefe, dass ich die einen echt in mein Herz geschlossen haben (Hannah, Sam usw), aber ein Charakter hat mir echt die Stimmung vermiest und das war Stella. Die "beste" Freundin von Hannah, die ihr aber wohl ihr Glück einfach nicht gönnen möchte und immer im Mittelpunkt stehen will. Irrsinnig anstrengender Charakter und überaus unsympathisch, aber was wäre ein gutes Buch ohne einen Bösewicht und damit man jemanden nicht mögen kann, muss es ja auch gut geschrieben werden.

Inhaltlich ist es ein ganz toller Mix aus Liebesgeschichte und den ganzen anderen Jugendprobleme, die manch ein Leser wohl so oder so ähnlich auch kennt: Reichen meine Noten für meine Wunschuni? Warum nerven Eltern so? Wie verhält sich das mit dem kiffen in fremden Besenkammer? Ist Harry Potter ab einem gewissen Alter noch cool? Und was ist der perfekte Pärchenname (Ich tendiere ja klar zu Ham!)? Verlier ich meine Jungfräulichkeit noch diesen Sommer? Vor allem die letzte Frage ist in den Köpfen von Hannah und Sam verankert und irgendwie ist es einfach süß zu lesen was so alles als Hindernis auf dem Weg liegen kann.
Was mich als begeisterte Musikhörerin natürlich auch ist das Festival, welches die Mädels Gruppe um Hannah und die Jungs Gruppe um Sam besuchen.

Fazit:

Insgesamt fand ich "Sannah&Ham" sehr schön. Es ist ein gefühlvoller und vor allem sehr humorvoller Roman, der zwar inhaltlich vielleicht einfache Themen behandelt, aber einen ziemlich frischen Wind verbreitet und auch Dinge anspricht, die so in Romanen vielleicht auch einfach untergehen. Ich finde das Buch wirklich toll und würde es dementsprechend auch weiterempfehlen wenn man eine spritzige energiegeladene Geschichte sucht! In Punkten also klare 5/5, denn selbst eine Stella kann meine Freude nicht niedermachen.

Kommentare:

  1. Klingt nach einem schönen Jugendbuch und das Cover ist ja mal ulkig :)

    Liebe Grüße :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. War auch sehr toll. :) gerade das cover fand ich aber immer ein bisschen gewöhungsbedürftig.

      Löschen