Montag, 5. November 2012

[Gelesen] Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch








 Kurzinfos

  Titel: Die Flüsse von London
  Autor/in: Ben Aaronovitch
  Verlag: Dtv
  Genre: Krimi/Fantasy/Roman
  Preis: 9,95 Euro
  Seiten:477
 "Peter Grant ist frischgebackener Police Constable, als man ihm einen
unerwarteten Karrierevorschlag macht: Er soll Zauberlehrling werden, der erste in England seit 50 Jahren. Jetzt muss er sich mit einem Nest von Vampiren un Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin aushandeln, Leichen im Covent Garen ausgraben .. Alles ziemlich anstrengend. Und der Papierkram!
Meine Meinung
"Die Flüsse von London" war allein durch die Darstellung des Covers und den Bezug auf den Inhalt, welcher durch den Fluss und die Lupe angedeutet wird, sehr ansprechend.  Auch der Klappentext lässt auf mehr hoffen und ich kann vorweg nehmen, dass der Leser nicht enttäuscht wird. 
Zunächst ist der Krimi flüssig zu lesen und sprachlich auch sehr ausgereift. Der britische Humor, der durch die Ich-Perspektive des Peter Grant wieder gespiegelt wird, bringt immer wieder Momente zu Tage in denen man schmunzeln muss oder auch ein Grinsen nicht verhindern kann. 
Gleichzeitig bekommt man einen sehr genauen Einblick in die Gedanken von Peter, da wir die Geschichte, welche im großen und ganzen die seine ist, durch seine Augen zu sehen bekommen.
Aber nicht nur Peter ist ein gelungener Charakter sondern auch sein Vorgesetzter Nightingale, seine Kollegin Lesley, die Töchter der Themsegöttin und die vielen weiteren Personen (der griesgrämige Polizeichef, der Missetäter) sind alle gelungen. Sie haben alle ihre Eigenarten und diese sind so gut gestaltet, dass man direkt ein Bild vor Augen hat.
Zu den tollen Personenbeschreibungen kommen auch grandiose Beschreibungen Londons. Jeder der schon einmal in London war wird sich durch die Beschreibungen genau an die Orte erinnern und sich fühlen als wäre er dabei, wenn Peter vor der St. Paul's steht und einen Geist trifft, aber auch "Frischlinge" werden Bilder der Londoner Großstadt vor Augen haben, da die Beschreibungen sehr detailgetreu sind. 
Gelungen fand ich auch, dass am Ende schon ein zweiter Fall eingeführt wird, welcher (hoffentlich) in der Fortsetzung "Schwarzer Mond über Soho" geklärt werden wird, denn so kommt man nicht drum herum auch noch den zweiten Teil zu lesen, aber selbst wenn dieser Hinweis auf einen zweiten Teil nicht gegeben wäre, würde ich ihn mir kaufen und lesen.

Einen klitzekleinen Kritikpunkt gibt es aber dennoch. Ab und an waren, mir persönlich, die Sprünge in den Kapiteln zu schnell z.B. wenn Peter etwas schon geschehenes wieder gibt, das sich auf sein jetziges Handeln auswirkt.
Aber da es von diesen Sprüngen wirklich nur wenige gab fällt dieser Punkt auch nicht zu stark ins Gewicht.

Gesamtwertung

Von der ersten bis zur letzten Zeile war "Die Flüsse von London" unheimlich spannend. Man wusste zwar immer was als nächstes passieren sollte, aber was dann wirklich passiert war meistens doch anders als gedacht, aber gerade das hat die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten. 
Die Mischung aus Krimi und "Übernatürlichem" war in meinen Augen wirklich perfekt und vorallem etwas besonderes
Ich kann die Flüsse von London wirklich sehr empfehlen und freue mich schon darauf die Fortsetzung in meinen Händen zu halten und genauso schnell zu verschlingen wie "Die Flüsse von London".





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