Dienstag, 30. Oktober 2012

[Konzert] Dabei sein ist alles, mitsingen überbewertet

Da es auf meinem Blog nicht ausschließlich um Bücher gehen soll, führe ich direkt mal ein weiteres Thema ein, welches mir besonders am Herzen liegt: Musik und Konzerte.

Ich bin leidenschaftliche und begeisterte Konzertgängerin. Angefangen hat das Ganze schon ziemlich früh, weil mein Papa mich ab und an mal mit genommen hat, aber wirklich aktiv gehe ich seit etwa 1,5 Jahren zu den verschiedensten Konzerten. Ob Kneipe, Plattenladen, große Halle oder Open-Air es war schon einiges dabei.

Diesen Post möchte ich doch einer eher unbekannten Band widmen: Más Shake.

Más Shake ist eine Band aus Berlin, welche rund um den Die Ärzte-Bassisten Rodrigo Gonzalez besteht und südamerikanische Beat-Kompositionen der 60er Jahre zum Besten gibt.
Mittlerweile sind schon 2 Eps erschienen und die Band ist regelmäßig mit ihre Programm unterwegs.



Im September war es dann auch für mich und eine liebe, ebenso wie ich, bloggende Freundin soweit. Gemeinsam besuchten wir das Konzert im Düsseldorfer Pitcher.
Zunächst waren wir beide ein wenig überfordert, denn bei Bands die man nicht kennt, weiß man schließlich auch nicht was einen erwartet.
Aber ich fange nun doch einmal beim Anfang an.

Wie jedes Konzert hat auch dieses mit warten vor der Location begonnen und bis die Tür auf ging ist eine Menge Zeit verstrichen.
Dementsprechend aufgeregt und irrtiert waren wir auch als die anderen Musiker der Band und zu guter letzt Rod Gonzalez die 50 Mann Kneipe durch den Vordereingang verließen, um vor dem Konzert noch schnell beim Italiener neben an zu Abend zu essen.
Im nächsten Moment habe ich mich dann doch gefragt, warum letzt genannter Musiker eine Sonnbrille trug, denn von der Sonne war nur hinter den Häuserfronten etwas zu sehen.
Nachdem der Schock des Auftauchens der Musiker überwunden war und wir einmal mehr festgestellt hatten, dass Musiker auch nur Menschen sind, durften auch wir endlich die Kneipe betreten. Schnell waren unsere Plätze gefunden und wir haben es uns in der 1. bzw für mich 2. Reihe direkt vor der „Bühne“ bequem gemacht.
Wie man sich denken kann ist der Platz in einer 50 Mann Kneipe eher begrenzt und so kann man die Bühne auch nicht wirklich so nennen . So nah an einem meiner Lieblingsmusiker war ich vorher noch nie.
Für den besseren Eindruck gibt es auch gleich mal ein eher schlechtes Handy Foto, für das ich mich gleich mal entschuldigen möchte.




Als das Konzert dann endlich angefangen hatte, waren wir auch gleich vollkommen begeistert. Wir kannten kein Lied und keinen Text, aber die Musik hat einfach angesteckt und man hat gleich mit geshakert.
Wie immer war das Konzert viel zu kurz und ich hätte liebend gerne noch mehr gehört, aber dafür gibt es ja die 7'' EP, welche auch so gleich unterschrieben wurde und nun einen Ehrenplatz bei mir hat.



Natürlich kann ich nicht abstreiten, dass ich in erster Linie wegen Rod auf ein Mas Shake Konzert gegangen bin, da es doch sehr gereizt hat ihn einmal in einem kleinen Rahmen zu sehen.
Gleichzetig muss ich aber auch betonen, dass mich die Musik einfach umgehauen hat und ich meinen Horizont doch liebend gerne erweitere, denn auch die Musiker Michell Guitierrez Gomez (Gesang/Bass), Katy Del Carmen (Gesang/Orgel/Gitarre, das Allround Talent schlecht hin) und Thomás Fuentes (Schlagzeug) haben mich von ihrem Können überzeugt.

Wer also auf Beat-Musik a la Beatels steht oder wie ich zuerst einmal ein Rod-Kneipen-Konzert erleben möchte, dem kann ich Mas Shake nur sehr ans Herz legen.

Von Ende November bis Mitte Dezember sind sie dieses Jahr noch einmal auf Tour und können live und in Farbe unter die Lupe genommen werden. Es lohnt sich wirklich!

Die genauen Termine und ein paar andere Infos könnt ihr hier finden. 



Sonntag, 28. Oktober 2012

[Gelesen] Weiß ist die Unschuld – Susanne Mischke

 
Kurzinfos

Titel: Weiß ist die Unschuld
Autor/in: Susanne Mischke
Verlag: Arena
Genre: Thriller/Jugendthriller
Preis: 2,99 Euro
Seiten: 90





„Sie macht mich wahnsinnig, denkt Leonie. Seit Lotta mit ihrer Familie ins Nachbarhaus eingezogen ist, wird Leonie von ihr verfolgt. Nur will das niemand so wirklich erkennen. Lotta ist eben anders, deshalb muss man besonder nett zu ihr sein. Aber Lotta klebt wie eine Klette an Leonie und macht ihr das Leben zur Hölle. Als sie dann auch noch bei der Jugendfreizeit im Wald auftaucht und verhindert, dass Leonie sich endlich an Mikke ranmachen kann, beschließt Leonie, sich an ihr zu rächen.“



Meine Meinung

Nachdem mit dieses kleine Büchlein in die Hand gefallen ist und ich den Klappentext gelesen hatte, konnte ich nicht anders als es bei diesem niedrigen Preis auch gleich mitzunehmen. Vorallem das Design und die größe des Buches haben es mir angetan, weil ich direkt daran gedacht habe wie gut es in meine Tasche passen würde und wie gut es sich zum in der Bahn lesen eignet.
Leider wurde ich persönlich von der, recht vorhersehbaren und lieblosen, Geschichte nicht wirklich überzeugt.
Den Schreibstil der Autorin kann ich nicht negativ bewerten, denn dieser war relativ einfach zulesen, aber trotzdem nicht schlecht. Ich habe die wenigen Seiten dementsprechend auch sehr schnell verschlungen, aber so gleich kam nach dem Ende auch die Ernüchterung.
Die Spannung, welche ich mir ausgemalt hatte blieb bis auf wenige Stellen aus, welche alle auf den hinterstehnden Seiten geballt zu finden sind und auch mit der Protagonistin Leonie wurde ich nicht warm, da ich diese für sehr egozentrisch halte und keine guten Seiten an ihrem Charakter entdecken konnte.
Ich persönlich habe das Gefühl, dass bei diesen kleinen Büchern (es gibt noch 2 oder 3 weitere aus dieser Reihe), die Zielgruppe sehr eingeschränkt ist, denn ich glaube Leser und Leserinnen jenseits der 15 Jahre können sich nicht mehr mit dem pubertären Verhalten und der Schwärmerei der Protagonistin anfreunden.


Gesamtwertung

Ich kann „Weiß ist die Unschuld“, leider, nicht empfehlen, da mir die Handlung zu plump und lieblos war.
Natürlich gibt es im Genre der Jugendliteratur auch wahre Perlen, aber mit der vorliegenden Art der Jugendliteratur konnte ich mich nicht anfreunden.
Es war einen Versuch wert, aber mehr Bücher dieser Reihe werden wohl nicht bei mir einziehen.